Nachtrag zum letzten Beitrag! Hier zu Vienna Life!

Ich will Ihnen die Stellungnahme eines unserer Partneranwälte nicht vorenthalten:

 

Hallo Herr Junker,

Sie wissen ja, was die Juristen sagen: Es kommt darauf an. 

Es kommt auch darauf an, wie man argumentiert. Bei der Vienna Life gibt es von Verluste von teilweise 80 %, und dennoch ist es unserer Kanzlei gelungen, dass Vienna Life die Prämien in voller Höhe zurückzahlen muss. Welche Versicherung das am Ende betreffen wird, können wir natürlich nicht sagen, aber wir halten wir es für unbedingt notwendig, dass zu versuchen.

Kann die Versicherungsgesellschaft nicht nachweisen, in welche Fonds tatsächlich investiert wurde, wird es weitere Urteile wie das vorliegende geben. Ansonsten gebe ich Ihnen recht, dass macht wirtschaftlich in den anderen Fällen wenig Sinn, auch wenn es immer einen Teilbetrag zurückgeben wird.

Wie Sie dem Urteil des LG München entnehmen können, lehnt dieses eine Nutzungsentschädigung darüber hinausgehend ab. Ganz konsequent ist das übrigens nicht, denn wenn die Versicherungsgesellschaft nicht nachweisen kann, wie sie das Geld angelegt hat, dann muss man konsequenterweise von der erzielten Nettoverzinsung, also der rettete aus Kapitalanlagen, ausgehen.

Die Frage kann sein, ob man das auf der Basis noch einmal versucht, auch wenn das LG München im vorliegenden Fall wohl der Ansicht war, der Versicherungsnehmer könne schließlich froh sein, dass er sein Geld in voller Höhe zurückerhält. Für uns war es da auch schwierig, zunächst dagegen zu argumentieren. Schließlich weist der Kunde natürlich, dass es eine fondsgebundene Versicherung ist. Ob man dann annehmen kann, die Nutzungsentschädigung nach den Grundsätzen der nicht fondsgebundenen Versicherung zu rechnen, ist sicher fraglich.“

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