Lieber Leser,

im Rahmen unserer Beratungstätigkeiten und dem Schwerpunkt der Vertretung der Verbraucher gegenüber den mächtigen Versicherungs- und Bankgesellschaften haben wir unseren Blick selbstverständlich auch stets auf die aktuelle Rechtsprechung und die Entwicklung dieser gerichtet.

Jüngst hat der BGH mit Urteil vom 21.03.2018, Az: IV ZR 353/16 entschieden, dass Fondsverluste, die bei einer fondsgebundenen Lebensversicherung vom Versicherer erwirtschaftet werden, bei der Rückabwicklung in Abzug gebracht werden können. Dieses Urteil und die es begleitenden medialen Berichte erweckten zuweilen den Eindruck, dass sich die Rückabwicklung fondgebundener Versicherungen nun nicht mehr lohne.

Dies hat uns bewogen, dieses Urteil und die damit einhergehenden möglichen Auswirkungen auf die Rückabwicklung juristisch und wirtschaftlich durch die Einbeziehung unseres Kooperations-Sachverständigen zu beleuchten.

Wir kommen zu der Überzeugung, dass sich der Widerspruch gegen die fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherungen weiterhin lohnt!

Die Berechnungen unseres Kooperations-Sachverständigen führen dazu, dass bei der Rückabwicklung eines Vertrages mit rund 20.000,00 € eingezahlten Beiträgen unter der Berücksichtigung des Zinseszinseffektes ein

Rückabwicklungsbetrag von ca. 5.260,74 € verbleiben kann.

Hierbei kann es sich jedoch nur um einen Mindestanspruch des Kunden handeln, denn:

Gleichzeitig vertreten wir die Rechtsauffassung, dass die Versicherer während der Vertragslaufzeit und der während dieser Laufzeit eingetretenen Fondsverluste Ihre Beratungspflichten aus dem VVG verletzt haben.
Fondsverluste haben nämlich für die Versicherer hinreichenden Anlass gegeben, die Kunden nachzuberaten. Auf Grund dessen, dass sämtliche trotz erheblicher Fondsverluste die Kunden nicht nachbelehrt bzw. beraten haben, haben sie in erheblicher Art und Weise ihre Beratungspflichten verletzt und dadurch den Kunden einen Anspruch auf Schadensersatz eröffnet. Der Schaden des Kunden beläuft sich damit auf die eingezahlten Beiträge.

Wir raten daher weiterhin und ganz besonders, die Widerspruchsfähigkeit fondgebundener Versicherungen überprüfen und berechnen zu lassen!

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