WELT am Sonntag schreibt : 10 Millionen Policen droht der Ausverkauf!

Ist den wirklich jede Police schlecht?

Grundsätzlich glaube ich schon, dass eine Lebens- und Rentenversicherung das Grundbedürfnis auf Sicherheit sehr gut befriedigt. Das wird immer wieder, auch in solchen Berichten, einfach nicht berücksichtigt.

In Deutschland gibt es rund 85 Millionen Lebens- und Rentenversicherungspolicen. Sorry, weder die Vermittler noch die Kunden sind Volltrottel!

Eine Vielzahl der Abschlüsse hat einen sehr fundierten Hintergrund, als Ergebnis einer fundierten Beratung! Aber:

Der deutsche Verbraucher hat Angst vor seiner Zukunft!

Und das zu Recht. Das sinkende Rentenniveau verpflichtet jeden Menschen in Deutschland sich aktiv mit seiner finanziellen Absicherung zu beschäftigen. Und genau das haben diese Menschen getan.

Nach wie vor ist die Grundidee super. Man hat ein langfristiges Sparziel und ein Profi sorgt dafür, das sich das eingezahlte Geld zum Endalter / Ablaufdatum vermehrt hat.

Finde den Fehler!

Genau! Es wurde in den meisten Fällen weniger. Deshalb ist das Produkt nicht schlecht, sondern lediglich die Art und Weise wie mit dem Geld der Kunden umgegangen wird.

Als erstes einmal ist die Kostenbelastung der Policen zu betrachten, und es fällt sofort auf:

Die Kosten von teilweise 25-40% innerhalb einer Police können nicht zu einer positiven Entwicklung der Policen führen!

Und da  ist die Provision des Vermittlers noch das geringste Problem. Die versteckten internen Kosten sind massiv. Diese hier einmal genau auszuführen würde meine geneigten Leser sicherlich langweilen, weshalb ich mir diese Zeilen an dieser Stelle spare.

Glauben Sie mir, ich selber hatte in den letzten Wochen sicherlich 300 Policen (im Team über 1000) zur Prüfung vorliegen, und die Masse der Policen hatte nach 10 Jahren immer noch einen Wert von nur 60-75% der eingezahlten Beiträge.

Nochmal: Der Kunde wünscht eine Absicherung für das Alter und keine aktive Geldvernichtung!

Hinzu kommt die extrem miserable Verzinsung innerhalb der Policen.

Die WELT am Sonntag schreibt hierzu:

Zitat:

„Experten erwarten, dass die Verzinsung für Lebensversicherungspolicen auch für das kommende Jahr sinken wird. „Aufgrund des weiterhin anspruchsvollen Zinsumfeldes gehen wir auch für 2018 von fallenden Überschussbeteiligungen aus“, sagte Lars Heermann von der Ratingagentur Assekurata der WELT AM SONNTAG.
Die Überschussbeteiligung ist die laufende Verzinsung für klassische Lebens- und Rentenversicherungen. In der Regel geben die Anbieter diese am Ende eines Jahres für das Folgejahr bekannt.
Bereits in den vergangenen Jahren war diese aufgrund der Zinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) deutlich gesunken. Lag die durchschnittliche laufende Verzinsung Anfang des Jahrtausends noch bei mehr als sieben Prozent, schrumpfte sie für 2017 auf knapp 2,5 Prozent. Damit nähert sie sich immer weiter dem Garantiezins. Dieser beträgt aktuell nur noch 0,9 Prozent.
Jede siebte Lebensversicherung in Gefahr

Lebensversicherer sind bei der Geldanlage strengen Vorschriften unterworfen. Sie dürfen nur begrenzt in Aktien oder alternative Vermögenswerte wie Private Equity und Infrastruktur investieren. Stattdessen müssen sie vor allem sichere, festverzinsliche Papiere wie Staatsanleihen kaufen. Wegen der niedrigen Zinsen schrumpfen deren Renditen seit Jahren.
Als Konsequenz reduzieren viele Lebensversicherer das Neugeschäft, einige haben es sogar komplett eingestellt. Die Branchenschwergewichte Ergo und Generali gehen sogar noch weiter: Sie prüfen den Verkauf ihrer Altbestände. Die Alterssicherung von Millionen Deutschen steht damit im Schaufenster.
Dem Bund der Versicherten (BdV) zufolge sind insgesamt zwölf Millionen Policen von dem möglichen Ausverkauf betroffen – das ist jeder siebte Lebensversicherungsvertrag in Deutschland. Das zeige, dass das Geschäftsmodell der Lebensversicherung gescheitert sei, sagt BdV-Chef Axel Kleinlein. „Das erkennen nun immer mehr namhafte Anbieter und erklären den Kunden zur Ware“, fügt er an.“

Zitat Ende

Kein Wunder also das die Neuabschlüssen zurück gehen. Aber im Grunde genommen ist genau das falsch. Neue Policen müssen konzipiert werden. Die hohen Kosten dürfen  einfach nicht mehr entstehen und die Kapitalanlage muss anders konzipiert werden.

Ich würde mich da sehr gern aktiv einbringen!

Die Vertriebsvorstände der Versicherungsgesellschaften müssten sich da stärker engagieren! Ich bin mir zu 100% sicher, das der Verbraucher auch 2017 gerne eine Rentenversicherung abschließen würde, wenn diese Police auch das Grundbedürfnis des Kunden nachhaltig befriedigen würde.

Sicherheit und Rendite müssen Hand in Hand!

Gerade bei einer Rentenversicherung, die aufgrund Ihrer langen Laufzeit sehr gut zu kalkulieren ist, ist eine moderne, sicherer und zugleich profitable Police durchaus machbar. Doch das muss man auch wollen.

Aber das ist den Gesellschaften zu viel Arbeit, und deshalb stellen die halt den Verkauf ein!

Der absolute Hammer! Stellen Sie sich vor:

Sie haben ein Restaurant indem sich alle Kunden über die Qualität des Essen beschweren……..wechseln Sie den Koch oder schließen Sie das Restaurant!

Leider sind die alten Policen nicht mehr zu Retten! Aber deshalb müsste man intelligente neue Lösungen anbieten und nicht den Laden schließen!

Warum empfehlen eigentlich so viele eine Beitragsfreistellung? Schon der Indianer pflegt zu sagen:

„Wenn Du merkst das Dein Pferd Tod ist, steige ab“

Aber der Verbraucher soll eine Police mit zu hohen Kosten und zu geringer Verzinsung beitragsfrei stellen? Werden die Kosten dann geringer? Wird die Verzinsung dann besser?

Wohl kaum!

Eine Beleihung der Police, ist auch ein toller Spaß. Jetzt zahlen Sie zusätzlich noch Zinsen auf Ihr eigenes Geld…..na Prima!

Ich bleibe dabei: 

Der Widerruf, sprich Rückabwicklung per Beginn, ist der Königsweg, sofern die rechtlichen Rahmenbedingungen dies erlauben. Zumal sogar bereits gekündigte Policen somit nochmal Aufgewertet werden können. Dies zeigt ja die tägliche Praxis.

Der Kunde wird seine schlechte Police los, bekommt das aktuelle Guthaben pus eine meist hohe Nutzungsentschädigung ausgezahlt und freut sich. Der clevere Vermittler hilft seinem Mandanten dabei, damit es sein Kunde bleibt und er Ihn bei der Neuanlage beraten darf.

Keine Sorge, wenn er es nicht macht, ich mache es gern! Oder eben einer meiner netten Kollegen!

Soforthilfe unter 0171-8 512 154

 

 

 

Info für Vermittler: Cash Online Artikel von Axel Junker

und Pfefferminzia Bericht von Axel Junker

Zitat aus: WELT am Sonntag vom 08.10.2017

 

 

 

 

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