Kann ich heute noch eine Rechtsschutzversicherung abschließen, die dann auch beim Widerruf der Lebensversicherung zahlt?


Eine häufig gestellte Frage, die auch von Versicherungsberatern meist falsch beantwortet wird.

Was die wenigsten wissen: Es gibt eine klare BGH Entscheidung aus 2013 hierzu:

Der Rechtsschutzfall tritt erst mit Bestreiten des Widerrufrechts ein!

Der BGH hat dies mit BGH Beschluss vom 17. Oktober 2007 Az.: IV ZR 37/07 und BGH Urteil vom 24. April 2013 Az.: IV ZR 23/12 eindeutig bestätigt!

Die Rechtsschutzversicherung ist also Eintrittspflichtig beim Widerruf Ihre Lebens- und Rechsschutzvertrages LV/RV Abschluss  auch dann wenn die Rechtsschutzversicherung erst nach Abschluss des LV/RV Vertrages erfolgt.

Also können Sie Ihre Rechtsschutzvericherung auch erst heute abschließen.

Bitte beachten Sie folgendes:

  1. Der Versicherungsvertrag muss den benötigten Einchluß im Deckungskonzept haben. Da gibt es nicht mehr viele Anbieter. Aber wir wissen wer es noch macht!
  2. Sie haben immer eine Wartezeit bis zur Leistunsgpflicht!

Ihr Angebot erhalten Sie unter info@eura.de!

Allgemeines zur Eintrittspflicht der Rechtsschutzversicherung

Im Zusammenhang mit einem Rechtsstreit entstehen oft hohe Anwalts- und Verfahrenskosten. Wer eine Rechtsschutzversicherung abgeschlossen hat ist diesbezüglich jedoch auf der sicheren Seite.

Der Versicherer gewährt Kostenübernahme, wenn der Rechtsschutzfall nach Abschluss des Versicherungsvertrages eingetreten ist und etwaige vertraglich vereinbarte Wartefristen abgelaufen sind.

Jedoch sollte auch ein Blick in die Versicherungsbedingungen geworfen werden, weil dort einzelne Streitigkeiten aus dem Versicherungsschutz ausgenommen sein können.
Zeitpunkt des Rechtsschutzfalles bei Widerruf von Darlehensvertrag ohne Vorfälligkeitsentschädigung

Entscheidend für die Eintrittspflicht der Rechtsschutzversicherung ist stets der Zeitpunkt des Rechtsschutzfalles. Beim Widerruf von Darlehensverträgen wegen fehlerhafter Widerrufsbelehrung lehnten einige Versicherer ihre Eintrittspflicht ab, wenn der Versicherungsvertrag erst nach dem Versicherungsfall geschlossen wurde, weil dann ein sogenannter „vorvertraglicher Rechtsschutzfall“ vorläge. Sie stellen für den Zeitpunkt des Rechtsschutzfalles also auf den Abschluss des Versicherungsvertrages, versehen mit der mangelhaften Widerrufsbelehrung ab. Dieses Verhalten der Banken war jedoch nicht unumstritten.

Der BGH bestätigt: Rechtsschutzfall erst mit Bestreiten des Widerrufrechts durch die Bank ein!
Der BGH hat schließlich bestätigt (BGH Beschluss vom 17. Oktober 2007 Az.: IV ZR 37/07 und BGH Urteil vom 24. April 2013 Az.: IV ZR 23/12), dass für den Zeitpunkt des Rechtsschutzfalles der Verstoß entscheidend ist, welchen der Versicherungsnehmer seinem Vertragspartner, also dem Versicherer,  anlastet. Dies sei jedoch nicht die Verwendung der fehlerhaften Widerrufsbelehrung bei Abschluss des Versicherungsvertrages, sondern die Tatsache, dass die Bank die Fortgeltung des Widerrufrechts nach dessen Geltendmachung bestreitet und sich pflichtwidrig weigert, einen Widerruf zu akzeptieren. Dieses Ereignis kann auch noch Jahre nach Vertragsschluss liegen. Entscheidend ist daher, ob der Versicherungsvertrag vor Weigerung der Bank abgeschlossen wurde und eine eventuell vertraglich vereinbarte Wartefrist abgelaufen ist.

Wir bleiben daher für Sie  hartnäckig, wenn Ihr Rechtsschutzversicherer die Kostenübernahme verweigert.

Also los gehts……

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