Vienna-Life Urteil! Vienna Life haftet für Falschberatung in voller Höhe!


Der Lebensversicherer Vienna-Life aus Lichtenstein muss in voller Höhe dafür haften, dass ein Vertrag in Deutschland mit falscher Beratung verkauft wurde. Das hat das Oberlandesgericht Nürnberg/Fürth entschieden (Az.: 8 U 12 54 / 13 vom 28. Oktober 2013). Der Lebensversicherer muss einen Vertrag vollständig zurückabwickeln und dem Kunden die Einmalprämie von 80.000 Euro zurückzahlen.

Nach Meinung des Gerichts handelt es sich bei einer fondsgebundenen Versicherung bei wirtschaftlicher Betrachtung um eine Kapitalanlage. Der Versicherer muss sich daher auch eine fehlerhafte Beratung eines Versicherungsmaklers zurechnen lassen. „Dies hatte der Bundesgerichtshof zuletzt schon für einen ähnlichen Sachverhalt gegen den britischen Versicherer Clerical Medical entschieden“, erläuterte der zuständige Rechtsanwalt.

Totalverlust bei einigen hundert Fondspolicen

Die Vienna-Life hatte in den Jahren 2004 bis 2007 „auf Wunsch eines großen Deutschen Versicherungsmaklers“ ermöglicht, die Sparbeiträge von Lebensversicherungsverträgen auch in hedgefondsbasierte Anlagen zu investieren. Die meisten dieser Anlagen waren laut Angaben des Versicherers bankgarantiert und sind heute noch werthaltig. Bei einigen hundert Fondspolicen hat der zugrundeliegende Fonds allerdings einen nahezu totalen Verlust erlitten.

Der Vertrieb dieser Verträge erfolgte ausschließlich über unabhängige Versicherungsmakler in Deutschland und Österreich. Der Versicherer hat angekündigt gegen die Nichtzulassung der Revision Klage beim Bundesgerichtshof zu erheben. Gleichzeitig will der den zuständigen Vermittler verklagen. „Wir haben umfassende Informationen zum entsprechenden Produkt erstellt und gleich an zwei Stellen den Warnhinweis gegeben, dass ein Totalverlust möglich ist“, sagte Hannes Fahrnberger, Mitglied der Geschäftsleitung der Vienna-Life. Der Vermittler habe alle Warnhinweise gegenüber dem Kunden negiert und daher falsch beraten.

Das betroffene Produkt

Betroffen vom Nürnberger Urtiel ist das Produkt „British Primes Investments Life One Dynamic“. Die zuständige Kanzlei weist darauf hin, dass für Anleger die Verjährungsfrist gegenüber dem Versicherer aus Lichtstein möglicherweise am 31. Dezember 2013 abgelaufen ist. Danach könnten nur noch Vermittler verklagt werden. Die früher federführende EBN Vertriebs-AG Deutschland aus Nördlingen ist aber laut Vienna-Life insolvent. Betroffen von einer möglichen Haftung könnten auch Partner des Pools Jung, DMS & Cie. AG aus Gründwald sein. Seit 2004 hatte der Pool mit der EBN Vertriebs-AG Deutschland kooperiert.

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Quelle Versicherungsmagazin

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