Der Pseudo-LV-Zweitmarkt = Abzocke von Kleinanlegern!

Im Sog der S&K Pleite befinden sich ja bisher viele Gesellschaften wie die Fonds und Immobilien Holding München AG (FIHM) , die Deutsche Capital Management AG (DCM) und natürlich die acht Gesellschaften der United Investors Gruppe im Insolvenzverfahren. Nunmehr wurde bekannt das auch die Asset Trust AG betroffen ist.

Während ich persönlich glaube das es bei den meisten Gesellschaften wohl für keinen Anleger gutausgehen wird, stellt sich mir auch immer die Frage ob ein Vermittler einen Fehler gemacht hat.

Ich denke nicht das ein Vermittler hier wissentlich falsch beraten hat!

Sicherlich muss die Frage gestellt werden ob der (meist) Kleinanleger wirklich eine Kapitalanlage (mit Risiken) oder eine Altersversorgung (mit hoher Sichertheit) wünschte. Bei einer Kapitalanlagenberatung wir über Risiken und Chancen offen gesprochen bzw. sollte offen gesprochen werden. Dann erkennt der Anlager das Risiko und kann frei entscheiden.

Auch ich selber habe immer entsprechende Beratungsprotokolle vor zu weisen.

Als echte Altersversorgung sind solche Risikoanlagen eben nicht geeignet.

Für Vermittler könnte jedoch die Pleite der Asset Trust richtig kritisch werden, da Anleger aus dem sicheren Hafen der Lebensversicherung oder des Bausparvertrages gelockt wurden um die Policen in eine andere Anlageform zu tauschen. Vor zwei Jahren habe ich bereits davor gewarnt Policen so zu tauschen da kein Kapitalfluss sondern lediglich ein Tausch in eine andere Anlageform realisiert wird.

Nennen wir es ein Einfach beim Namen: „Pseudo-LV-Zweitmarkt“ = Abzocke von Kleinanlegern!

Den Kolleginnen und Kollegen die hier, meist über die S&K Sachwert AG, tätig waren, kann ich nur raten sich ganz schnell juristisch beraten zu lassen, da sich hier etliche Haftungsfallen für sie entfallten.

Anlegern sei gesagt, das wohl nur die Anleger, welche schnell handeln, eine Chance auf Geld haben.

Kommentar verfassen