Endlich! Bank muss fast € 250.000,- zahlen!


Anleger erhält vom Landgericht Düsseldorf fast eine Viertelmillion Euro Schadensersatz zugesprochen.

 

Berater in Banken oder freie Berater sollten sich bei ihren Anlageempfehlungen sehr genau an die vom Anleger gewählten Risikoklassen halten – sonst kann es sehr teuer werden, wenn die Anlagen floppen und der Kunde sein Geld zurückfordert.

Darauf weist die zuständige Kanzlei  hin, die für einen Mandanten Schadenersatz in Höhe von 220.445,46 Euro plus Zinsen vor dem Landgericht Düsseldorf erstritten hat (Aktenzeichen: 8 O 290/10, noch nicht rechtskräftig). Verklagt wurde die Apotheker- und Ärztebank eG (Apo-Bank). Sie hatte der Klägerin im Jahr 2007 zwei Wertpapierfonds empohlen –  diese gehörten zur „Risikoklasse D – Chancenorientiert“, obwohl die Anlegerin nachweislich nur Produkte bis maximal „Risikoklasse C – Wachstumsorientiert“ gewählt hatte.

„Soweit ersichtlich handelt es sich bei diesem Urteil der Bankrechtskammer des Landgerichts Düsseldorf um das erste Urteil seit dem Wertpapierhandelsgesetz aus dem Jahr 1995, in dem die Haftung einer Beraterbank allein deshalb bejaht wird, weil das empfohlene Produkt eine höhere Risikoklasse aufweist als vom Kunden gewählt und über diese Risikoabweichung nicht aufgeklärt wurde“, erklärt der zuständige Rechtsanwalt.

Die Richter legten die Messlatte für Banken und Berater sehr hoch: Sie stellten einzig und allein die vom Kunden vorgegebene Anlageklasse in den Mittelpunkt ihrer Entscheidung. Diese Vorgabe wiegt nach Einschätzung des Gerichts schwerer als andere Fakten: Die beachtliche Anlageerfahrung, das vorhandene Vermögen, das zu der riskanteren Anlage passte, und auch die Tatsache, dass die Bank die Anlagen nicht als „sicher“ bezeichnet, sondern diese realistisch beschrieben hatte. Nicht einmal die Tatsache, dass die Klägerin bereits früher riskantere Anlagen der Klasse D und E getätigt hatten, waren entlastend für die Bank.

Maßgebend war aus Sicht des Landgerichts allein, welche Risikobereitschaft die Kundin im Hinblick auf die konkrete Investitionsentscheidung erklärt hatte. Da die empfohlenen Wertpapierfonds der konkret gewählten Maximalrisikoklasse nicht entsprachen, wurde die Apo-Bank wegen Verstoßes gegen die Grundsätze der anlegergerechten Beratung zum Schadensersatz verurteilt.
„Das Urteil des Landgericht Düsseldorf ist deshalb als Grundsatzurteil im Wertpapieranlagerecht zu bewerten, weil erstmals ein Gericht sauber den Unterschied zwischen der sogenannten Risikotragfähigkeit einerseits und der Überschreitung der konkret gewählten Risikoklasse andererseits haftungsrechtlich herausgearbeitet hat“, resümiert der zuständige Rechtsanwalt.  „Mit diesem Urteil stärkt das Landgericht Düsseldorf die Freiheit des Anlegers, seine Risikobereitschaft jederzeit bezüglich einzelner Anlageentscheidungen neu festzulegen. An diese Vorgabe hat sich die beratende Bank zu halten, ohne dass es darauf ankäme, ob die Empfehlung eines riskanteren Wertpapiers dem Anlageprofil des Kunden im Übrigen durchaus entsprechen würde“, betont der Rechtsanwalt.

Ich denke jetzt sind die Gerichte auf dem richtigen Weg.

Viele neuen Mandanten des Investmentcoaches sehen das genauso.

Unser Anwaltsteam hilft gerne!

 

 

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